Wir auf dem Rhein #2

Freitag, 30 November 2018

Kapitel 2
Manövrierunfähiges Schiff auf dem Rhein sorgt für einen Feuerwehreinsatz
Rheinstrom / Krefeld, den 23.09.2018
Am Sonntagnachmittag wurde ein Großaufgebot, bestehend aus Meerbuscher, Neusser und Krefelder Einsatzkräften mit Unterstützung der DLRG zum Krefelder Yachthafen alarmiert. Parallel zur Krefelder Bataverstraße hing eine 12 m lange Yacht manövrierunfähig auf dem Rheinstrom fest und war leicht in Schieflage geraten. Für die drei Besatzungsmitglieder bestand glücklicherweise keine akute Gefahr.
Das Feuerlöschboot aus Neuss, ein Boot der DLRG und das Meerbuscher Meerzweckboot „Franziska“ sicherten das havarierte Schiff, stabilisierten es und schleppten es zum Krefelder Industriehafen. Einsatzkräfte von Land waren sicherheitshalber zu Beginn des Einsatzes in Stellung gegangen, falls Personen über Bord gegangen wären.
Die genaue Ursache stand zum Ende des Einsatzes noch nicht fest. Die Feuerwehr Meerbusch war mit den Löschgruppen aus Nierst, Langst-Kierst und dem Löschzug Lank sowie dem Führungsdienst und einer Drehleiter an dem Einsatz beteiligt.

Wir haben also 20 km nach Einfahrt in den Rhein (exakt bei 761-762) bei starkem Regen, heftigen Winden und einer kräftigen Strömung zweieinhalb Stunden im Strom, jedenfalls bisher ohne jede Gebühr geparkt.

Bildergalerie „Alles ROT “: (#1, #2, #4, #5)

Warum?
An: feuerwehr@stadt.neuss.de
WIR waren die Havaristen,
die drei Mann-Besatzung auf dem Motorsegler „Akina“. Heute Morgen haben wir das Boot aus Sicherheitsgründen von der Firma Felbermayr am Industriehafen Krefeld herausnehmen lassen und kennen nun die Ursache unserer Havarie: Nichts war beschädigt außer einer Stelle an der Welle direkt vor der Schraube, die blank geschliffen war. Das legt nahe, dass durch einen Draht oder Ähnliches Metall auf Metall getroffen ist, weshalb wir manövrierunfähig wurden. Dass letztlich alles so schadlos, glatt, unaufgeregt und professionell verlief, verdanken wir Ihnen, die Sie uns ganz unspektakulär und selbstverständlich geborgen haben, so dass wir schon wieder auf dem Strom sind - hinauf Richtung Einmündung in den Main.
Herzlichen Dank an alle an unserer Bergung Beteiligten, also an die Meerbuscher, Neusser und Krefelder Einsatzkräfte und die DLRG .
Verena Kirst, Thomas Fuchs, Uwe Schulz

Bildergalerie „Kranung“: (#1, #2, #3, #4, #5)

Zum Zeitpunkt des Geschehens ging es natürlich weitaus dramatischer und aufgeregter zu:
Verena: Wir sinken.
Tom: Rote Fahne ´raus und im Halbkreis schwenken, Schwimmwesten an.
Uwe/Notruf: Mayday, Mayday, wir sinken.
Antwort: Ihr könnt gar nicht sinken.
Tom: Wenn wir von Bord müssen, auf die Strömung achten.

Dann Untersuchung des Bootes auf Wassereinbruch. Alles gut …
auch schließlich im Krefelder Rheinhafen, wo wir in einzigartiger Industriekulisse die Nacht und den Morgen mit der Organisation der Kranung und mit dem Segelanzüge-Trocknen verbringen. Bildergalerie Rheinkilometer 764 bis 744.5 mit Düsseldorf und schließlich Neuss: (#1, #2, #3, #4, #5)